Feedback in individuellen Gesprächen einsetzen ELO

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Regelmäßige, individuelle Feedbackgespräche im Rahmen der Weiterbildung sind eine gute Möglichkeit, den Lernenden eine Rückmeldung zu geben. Sie bekommen dadurch die Möglichkeit zur kontinuierlichen Verbesserung ihres selbstgesteuerten Lernens und werden motiviert.
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Feedback in individuellen Gesprächen einsetzen

Feedbackgespräche sollten bestenfalls in einen Feedbackprozess integriert sein, in dem Lernende in regelmäßigen Abständen und in unterschiedlichen Formen Feedback erhalten und darauf reagieren können. 

Definition: summative und formative Beurteilung

Die formative Beurteilung wird auch Lernfortschrittskontrolle genannt. Hierbei wird der Wissensstand eines Lernenden zu einem bestimmten Zeitpunkt gemessen oder beurteilt. Daraus kann die Lehrperson Rückschlüsse für ihre Unterrichtsplanung ziehen.
Die summative Beurteilung ist eine abschließende Beurteilung am Ende eines Kurses oder einer Lerneinheit. Die Lehrperson zieht sozusagen Bilanz über Wissen und Fähigkeiten der Lernenden und kann so den grundsätzlichen Lernerfolg beurteilen. (Goethe-Institut)

Formatives Feedback ist eine Rückmeldung der Lehrperson an die Lernenden innerhalb eines Lernprozesses. Während einer Gruppen- oder Projektarbeit ist formatives Feedback zum Beispiel sinnvoll, damit die Teilnehmenden die Möglichkeit bekommen, ihre Arbeitsweise zu ändern und so ihren Lernprozess zu verbessern. Summatives Feedback ist dagegen eine Endbeurteilung und Rückmeldung zu einem (zunächst) abgeschlossenen Lernprozess. Es eignet sich zum Ende eines Kurses oder zum Ende einer Lerneinheit.

Das konkrete Vorgehen bei Feedbackgesprächen richtet sich 

  • nach den individuellen Bedingungen und Voraussetzungen der Weiterbildung,
  • dem gesamten Feedbackprozess sowie
  • nach möglichen Vorgaben durch den Bildungsträger.

Mündliches Feedback kann

  • individuell und gezielt von der Lehrperson an einzelne Lernende gerichtet,
  • allgemein von der Lehrperson an die Gruppe gegeben
  • oder von den Lernenden untereinander und füreinander genutzt werden.

In diesem Inhalt geht es um den ersten Fall, des individuellen Feedbackgesprächs.  

 

Drei Ebenen des Erlebens

Neben diesen Punkten empfiehlt es sich, sich als Lehrender bewusst zu machen, dass Sie das Erlebte auf unterschiedlichen Ebenen verarbeiten. Für Feedbackgespräche ist es deshalb hilfreich, dass Sie die drei Ebenen in der Vorbereitung und während des Gesprächs unterscheiden: 

Es lassen sich drei Ebenen in Feedbackgesprächen unterscheiden:

1. Wahrnehmung/Beobachtung

  • Was habe ich gehört/gesehen?
  • Wenn Sie Feedback geben, sollten Sie sich ganz auf Ihre Wahrnehmung und Beobachtungen konzentrieren.

2. Verstehen/Interpretation 

  • Was heißt das für mich? Wie erkläre ich mir das?
  • Im Feedbackgespräch können Sie dann herausfinden, ob Ihre Interpretation des Wahrgenommenen mit der Einschätzung der Teilnehmenden übereinstimmt.

3. Erleben/Reaktion/Wirkung 

  • Was bewirkt das bei mir? Welche Gefühle löst das bei mir aus?
  • Ihre Reaktion hat meistens eher etwas mit Ihnen zu tun als mit dem Empfänger des Feedbacks. Sie sollten deshalb Ihre persönliche Reaktion nur ansprechen, wenn es dem Empfänger helfen kann, sich und seine Wirkung auf andere besser einzuschätzen. Wichtig ist jedoch, dass es hier nicht die eine richtige Wirkung gibt, sondern, dass Beobachtung sehr unterschiedlich erlebt wird.

Da es oft nicht einfach ist, die drei Ebenen voneinander zu unterscheiden, ist es sinnvoll, dies im Alltag zu üben.


Referenzen

Bastianian, J., Combe, A., Langer, R. (2003). Feedback-Methoden. Erprobte Konzepte, evaluierte Erfahrungen. Beltz Verlag

Goethe-Institut: https://www.goethe.de/Z/50/commeuro/90305.htm (zuletzt abgerufen am 24.09.2019)

Hattie, J.; Timperley, H. (2007): The Power of Feedback, in: Review of Educational Research 77/1

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