Mit Feedback Lernziele effizienter erreichen ELO

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Sprache: deutsch

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Aufgabenaktivität: Bewertungsaufgabe

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Level: mittel

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Teaser-Text:
Feedback ist ein hervorragendes Mittel, um Lernende in ihrem Lernprozess zu unterstützen und ihnen zu helfen, ihre Ziele im Auge zu behalten und motiviert bei der Sache zu bleiben. 
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Mit Feedback Lernziele effizienter erreichen

Feedback ist ein Prozess, Bild: Anna Shvets, www.pexels.com, free to use

Insbesondere über individuelles Feedback können  Sie als Lehrende Ihre Kursteilnehmenden in deren Lernprozess unterstützen, ihre Entwicklung beobachten und steuern: 
Welche Ziele haben Lernende sich gesetzt? Wurden sie erreicht? Wann und wie?

Soll das Ziel von Feedback in  der Weiterbildung sein, dass sich Lehrende und Lernende austauschen und Lernende eine Rückmeldung dazu erhalten, wo sie in Bezug auf ihr Lernziel stehen, muss Feedback als Prozess verstanden werden, der idealerweise bereits mit dem Kursstart beginnt. 

Eine wesentliche Voraussetzung hierfür ist, dass die Teilnehmenden sich über ihre eigenen Lernziele im Klaren sind. Dies ergibt sich aber nicht von selbst. Möglicherweise müssen sie sensibilisiert und angeleitet werden, sich ihrer Ziele bewusst zu werden und diese so konkret wie möglich zu formulieren. Es ist Ihre Aufgabe als Kursleitung, sie dabei zu unterstützen und eine lernförderliche Feedbackkultur zu schaffen.  

Was ist Feedback?

Die australischen Professoren David Boud und Elizabeth Molloy haben 2013 im Hinblick auf das lernprozessorientierte Feedback von Lehrpersonen an Lernende folgendermaßen definiert:

Definition

„Feedback ist ein Prozess, bei dem Lernende eine Rückmeldung zu ihrer Arbeit bzw. ihrer Leistung erhalten. Dadurch können sie zum einen einschätzen, wie gut ihre Leistung bezogen auf die vorher gesetzten Standards ist und erfahren zum anderen etwas darüber, wie gut ihre Arbeits- und Lernweise funktioniert hat. Dadurch haben sie die Möglichkeit, sich weiter zu entwickeln.“ (Boud, Molloy, 2013) 

Im Zentrum dieser Definition stehen die Lernenden und deren Lernprozess. Ihre Aufgabe als Weiterbildnerin und Weiterbildner ist es, das Lernen Ihrer Kursmitglieder mithilfe von formativem Feedback zu fördern. Bedenken Sie aber: Auch wenn Sie als Lehrperson Feedback an die Teilnehmenden geben, so ist Feedback keinesfalls bloß eine einseitige Weitergabe von Informationen. Erst der Austausch über den Inhalt macht diesen für Lernende greifbar und hilft ihnen, das erhaltene Feedback zu verarbeiten und in die Tat umzusetzen.

Feedbackebenen

Formatives, also lernprozessbezogenes Feedback kann sich dem Pädagogen Hattie zufolge dabei auf drei Aspekte beziehen:  

Reflexionsfragen zu den Feedbackebenen:

Für jede dieser Ebenen bieten sich jeweils die folgenden drei Reflexionsfragen an: 

  1. Was war/ist mein Ziel?
  2. Wie bin ich vorangekommen?
  3. Wie will ich weitermachen? Welche Veränderungen sind hierfür nötig?

Lehrpersonen müssen im Feedbackverfahren nicht alle Ebenen und Fragen gleichzeitig in den Blick nehmen, sondern können und sollten sich jeweils wichtige Aspekte herausgreifen, die für die Erreichung bestimmter Lernziele von Bedeutung sind. 

Konkretes Feedback sollte dabei zum einen bei Lernenden Überlegungen anregen, zu reflektieren, wie sie ihr Lernen eigenverantwortlich verbessern können und ihre Ziele besser erreichen können. Zum anderen sollte Feedback das Ziel haben, dass Sie als Lehrperson Ihre Lernarrangements überdenken und so verbessern, dass Teilnehmenden ihre Ziele besser erreichen können.

Kriterien für eine gute Gesprächsführung

Die folgenden Punkte helfen Ihnen, sich auf individuelle Feedbackgespräche und ein passendes Setting vorzubereiten.  Klicken Sie auf die Info-Icons im Bild, um sich die  Kriterien für gelingende Feedbackgespräche anzeigen zu lassen.

 

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Feedback sollte zeitnah, aber nie unvorbereitet erteilt werden. Bild: Anna Shvets, www.pexels.com, free to use

Stimmen die Voraussetzungen für Feedback und ist eine passende Methode gewählt, kann Feedback sein volles Potenzial entfalten. Sehen Sie Feedback also nicht nur als lästige Pflichtübung am Ende eines Trainings. Vielmehr ist es selbst eine Methode, die dazu führen kann, dass Lernende bestmögliche Voraussetzungen bekommen, um sich mit ihrem Lernen und ihren Lernzielen auseinanderzusetzen und ihren Lernprozess in die eigene Hand zu nehmen.


Referenzen

Boud, D., Molloy, E. (2013). Feedback in higher and professional education. London and New York: Routledge.

Fengler, J. (2017). Feedback geben: Strategien und Übungen. Weinheim: Beltz.

Hattie, J. (2015). Lernen sichtbar machen. (3. Aufl.). Baltmannsweiler: Schneider Hohengehren.

Klante, S. (2019). Feedback: Feedbackarbeit als Instrument der Entwicklung . Verfügbar unter http://www.die-bonn.de/id/37083  (zuletzt abgerufen am  27.08.2020)

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Mit Feedback Lernziele effizienter erreichen

Bei einem formativen, lernförderlichen Feedback geht es darum, den Fokus auf das Lernziel zu richten und zu schauen, wie der bisherige Prozess hin zum Ziel verlaufen ist: Was lief gut und wo müssen gegebenenfalls Veränderungen vorgenommen werden? Ein gutes Feedback hat damit sowohl einen motivierenden als auch korrigierenden Charakter. Feedback kann sich hierbei auf die Aufgaben und das Aufgabenverständnis selbst, den Lernprozess im Ganzen oder die Selbstregulation, also die Art, wie Lernende an Aufgaben herangehen, beziehen. 

Das klingt zunächst etwas abstrakt, aber vielleicht erinnern Sie sich an ein Feedback, das Sie erhalten haben? Haben Sie schon einmal von einem Mentor oder einer Mentorin, anderen Lehrenden, Freundinnen oder Freunden oder aus dem kollegialen Umfeld eine Rückmeldung erhalten, die Ihnen weitergeholfen hat und die Sie  in Ihrem Vorgehen bestärkte oder aber zu einer Veränderung führte?  Oder haben Sie selbst einer anderen Person eine solche Rückmeldung gegeben? Dies kann sich auf ein Ergebnis beziehen, eine Arbeitsweise, ein Vorgehen oder die Art, Dinge  zu planen, anzugehen oder zu beurteilen - sowohl  auf die Arbeit oder auch private Vorhaben bezogen.  

Wenn Sie hier ein Beispiel vor Augen haben, dann  haben Sie in diesem Fall ein formatives Feedback erhalten oder Sie haben ein solches formatives Feedback erteilt.
 

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Primäre KSF

Einsatz von Arbeits- und Sozialformen

Säule →

↓ Niveau
Wissen Wissen / Können Können
Hoch
Mittel
Niedrig

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(Achtung: Änderungen der Kompetenz-Referenzen werden alle 1-2 Stunden aktualisiert und sind erst dann sichtbar!)

 

Sekundäre KSF

Gestaltung von Rückmeldungen

Säule →

↓ Niveau
Wissen Wissen / Können Können
Hoch
Mittel
Niedrig

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(Achtung: Änderungen der Kompetenz-Referenzen werden alle 1-2 Stunden aktualisiert und sind erst dann sichtbar!)

 

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