Gerade in digitalen Settings bekommen Lehrende oft nicht mit, wie es Teilnehmenden geht. Hier ist es besonders wichtig, dass sich Lehrende von Zeit zu Zeit Rückmeldungen von den Teilnehmenden einholen.

Als Lehrende können Sie nicht davon ausgehen, dass Sie schon vorher wissen, was Ihre Teilnehmenden wollen. Und Sie können auch nicht davon ausgehen, dass in allen Weiterbildungen die gleichen didaktischen Methoden funktionieren. Das Feedback der Teilnehmenden an Sie ist deshalb eine wichtige Methode, um den Lernprozess zu fördern.

Beim Feedback von Teilnehmenden an Lehrende geht es darum, die Erwartungen, Wünsche, Bedürfnisse, Ziele und die Zufriedenheit der Kursgruppe oder Einzelner zu klären, um die Weiterbildung im Verlauf entsprechend anpassen und später evaluieren zu können. 

Warum Lerner-Lehrer-Feedback?

Das so genannte Lerner-Lehrer-Feedback bietet hier eine ganze Reihe an Vorteilen für den gemeinsamen Lernprozess. Klicken Sie in der folgenden Grafik auf die Kreuze, um zu sehen, welche Punkte für die Lehrenden im Vordergrund stehen:

 

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Rahmenbedingungen für Lerner-Lehrer-Feedback

Hilfreich ist es, schon bei Kursbeginn abzuklären, ob, in welcher Form und mit welchem Ziel Feedback Bestandteil des Kurses sein soll. Allen Beteiligten sollte klar werden, worum es geht und was genau passieren wird. 

Fassen Sie die Fragen an die Kursgruppe weit genug. Wenn es Punkte im Kursablauf gibt, die aus bestimmten Gründen nicht veränderbar sind – das können einzelne Lerninhalte sein -, sollten Sie sie nicht zur Diskussion stellen, denn die Befragung der Teilnehmenden ist mit dem impliziten Versprechen verbunden, dass die Lehrkraft die formulierten Wünsche auch berücksichtigen wird.

Deshalb gilt: Legen Sie den Fokus auf das Lernen und das eigene unterrichtliche Handeln, um das Beste aus dem Feedback herauszuholen. So können Sie die Weiterbildung wirksam verbessern und den Lernerfolg erhöhen.

Wichtig ist, dass Sie Ihre Feedbackmethoden vorstellen und im Vorfeld mit allen Beteiligten klären, 

  • was die Ziele des Feedbacks sind,
  • dass die Ergebnisse im Anschluss besprochen werden und
  • dass die gemeinsame Reflexion zu Konsequenzen führen wird.

 

Methoden für Rückmeldungen

 

Referenzen

Fengler, J. (2009). Feedback geben: Strategien und Übungen. Weinheim: Beltz.

Geißler, K. (2016). Anfangssituationen. Was man tun und besser lassen sollte. Weinheim: Beltz.

Klein, Z. (2016). Lebendige Seminare. Band 1: Kreative Methoden für den Seminareinstieg und die Themeneinführung. Offenbach: GABAL.