Lesen Sie sich die folgende Lernsituation durch und stellen Sie sich vor, dass Irina eine Ihrer Teilnehmenden in einer Weiterbildung ist:

Irina ist sauer. So sauer, dass sie gar keine Lust mehr auf die Weiterbildung hat. Irina hat sich auf die Fortbildung gefreut. Das Thema passt genau zu ihrer aktuellen Arbeitssituation und der Dozent hat wirklich interessante Inhalte vorbereitet. Aber die anderen Kursteilnehmer sind einfach nicht zu gebrauchen. „Du wieder mit deinen unkonventionellen Ideen“, kam zuletzt  als abfälliger Kommentar von Silvia. Die soll mal bloß den Mund halten, die weiß ja noch nicht mal, wie man eine einfache Analyse durchführt. Das wissen wohl die meisten anderen auch nicht, sonst würden die ja nicht ständig blöde Fragen stellen. Florian hat als einziger gemerkt, dass sich Irina über die anderen wirklich ernsthaft ärgert. Aber dass Florian nun den Klassenclown macht, um die Stimmung zu verbessern, nervt Irina noch zusätzlich. Nichts konnten die anderen beitragen, als sie gemeinsam das Flipchart-Plakat erstellen sollten. Irina hat letztlich alles alleine gemacht, damit der Dozent sieht, dass zumindest eine den Durchblick hat. Später hat Jakob zu allem Überfluss auch noch gemeckert, dass man Irinas Schrift nicht lesen könne. Jetzt macht Irina halt gar nichts mehr, sollen die anderen doch sehen, wie sie klar kommen!

Spätestens an dem Punkt, an dem sich Irina aus dem aktiven Lerngeschehen verabschiedet, wird für die Lehrperson deutlich, dass eine schwierige Situation vorliegt und das Lernen in Gefahr gerät. Überlegen Sie einmal vor dem Hintergrund der Gedanken, die sich Irina macht, welche Reaktionen von der Lehrperson zu einer Verbesserung der Situation führen könnten.

 

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