Das Bild zeigt eine junge Frau, mit langen, dunklen, glatten Haaren, die nachdenklich an einem Tisch vor einem aufgeklappten Laptop und einigen Papieren sitzt.

Frau Reff möchte morgen in ihrem Englischsprachkurs den Unterschied zwischen Adjektiven und Adverbien behandeln. Sie hat ihren Kurs als lernbegleitendes Angebot aufgebaut.  Nun überlegt sie sich, wie sie dieses umsetzen kann. 

Gemäß dem Prinzip der Lernbegleitung, wie Frau Reff es kennt, sollen die Teilnehmenden möglichst viel selbst aktiv sein, während sie selbst ihnen eher beratend zur Seite steht.  Jedoch kennen die Teilnehmenden bisher den Unterschied zwischen Adjektiven und Adverbien nicht. Soll Frau Reff nun einen Input vorbereiten? Oder widerspricht das dem Prinzip der Lernbegleitung? Schließlich geht es hier doch darum, eben keine Vorträge zu halten. Auch bei der weiteren Planung kommen bei Frau Reff Fragen auf:  Wenn die Teilnehmenden die neue Grammatikregel erlernt und eingeübt haben, sollen sie dann  im Anschluss selbst beurteilen, ob sie alles richtig machen? Oder sollen sie sich gegenseitig Rückmeldung geben? 

Frau Reff ist sich nicht sicher, ob die Teilnehmenden dazu kompetent genug sind und hat Angst, dass falsche Kenntnisse verfestigt werden. Soll sie sich hier schon wieder einmischen? Eigentlich dachte Frau Reff doch, dass sie kaum noch aktive Parts hat, wenn sie als Lernbegleiterin auftritt…

Rollensegmente und Handlungsfelder der Lernbegleitung

Anders als Frau Reff denkt, müssen Lernbegleitende durchaus aktiv sein, aber in vielen unterschiedlichen Funktionen. Es gibt nicht DEN oder DIE Begleiter oder Begleiterin. Die folgenden Karten stellen die unterschiedlichen Rollen vor, die Lehrende im Verlauf der Lernbegleitung einnehmen können und zeigt, welche Handlungsfelder sich daraus ergeben. Klicken Sie sich durch die Karten und entdecken Sie, was sich auf den Rückseiten verbirgt!

 

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Das Bild zeigt eine junge Frau, mit langen, dunklen, glatten Haaren, die nachdenklich an einem Tisch vor einem aufgeklappten Laptop und einigen Papieren sitzt.

Frau Reff kann also durchaus die Rolle der Wissensvermittlerin einnehmen, um eine neue Grammatikregel einzuführen. Denn die Vermittlung des grundlegenden Wissens ist die Basis, mit der die Teilnehmenden dann selbstständig weiterarbeiten können. Und auch nach dem Einüben der neuen Inhalte kann Frau Reff den Teilnehmenden selber in der Rolle der Beurteilerin Feedback geben. Dieser Vorgang kann aber selbstverständlich auch verknüpft werden, mit der Selbstbeurteilung oder der Unterstützung von anderen Teilnehmenden.


Referenzen

Perkhofer-Czapek, M. (2016). Lernbegleiter/in und Lernbegleitung. In M. Perkhofer-Czapek & R. Potzmann (Hrsg.) (2016), Begleiten, Beraten und Coachen. Der Lehrberuf im Wandel (1. Auflage, S. 61-97). Wiesbaden: Springer.