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Es gibt viele Anlässe im Lebenslauf, warum sich Erwachsene weiterbilden:  Sei es aufgrund einer Veränderung im Beruf aufgrund von gesundheitlichen Problemen oder Arbeitslosigkeit, die eine Umschulung notwendig macht. Oder weil sich die gesamte Lebenssituation so ändert, dass ein Qualifikationsbedarf wie der Erwerb einer Fremdsprache oder die Entwicklung interkultureller Kompetenz erforderlich wird.

Dabei können kognitive und soziale Motive für die Weiterbildung ausschlaggebend sein: 

  • Die kognitiven Motive enthalten Neugier, Neues zu entdecken sowie den Antrieb Wissen zu erschließen und Handlungsfähigkeiten zu erwerben.
  • Bei den sozialen Motiven handelt es sich um Wünsche, die mit den Personen und ihrer Interaktion mit ihrem  Umfeld im beruflichen oder privaten Alltags zu tun haben. 
     

Konkreter lassen sich die Weiterbildungsmotive  in sechs Kategorien unterteilen:

Status und PrestigeDazu gehören der berufliche Aufstieg, die Erhaltung des beruflichen Status, die Schaffung eines beruflichen Status, die Sicherung oder Verbesserung der persönlichen ökonomischen Situation und die Behauptung im privaten und gesellschaftlichen Leben.
BerufswahlDas  können die Korrektur einer falschen Berufswahl sein oder sonstige Gründe für einen Berufswechsel.
BildungHierzu gehören Interesse an allgemeinbildenden Themen, Freude am Lernen, Interesse an neuen Wissensgebieten oder das Interesse an  spezifischen Sachthemen.
Bewältigung von Anforderungen im privaten AlltagHierbei geht es um den Erwerb von Kenntnissen und Fertigkeiten, die für die private Lebensführung relevant sind. Dies kann Themen wie Haushaltsführung, Umgang mit Finanzen, Kindererziehung und Erhaltung der Gesundheit betreffen.
FreizeitHierbei geht es um die Pflege von Hobbys und Freizeitinteressen.
KontaktHier spielt der Wunsch nach sozialen Kontakten eine Rolle sowie nach Kontakt zu Menschen mit gleichen Interessen, aber auch das Bedürfnis, sich auf Reisen verständigen zu können.


Diese Motive lassen sich auf Lerninhalte oder den Lernprozess selbst beziehen. Sie können in der Person der Teilnehmenden liegen, also intrinsisch begründet sein oder aber auf das Lernergebnis (samt seiner Konsequenzen) abzielen und somit durch äußere Faktoren, also extrinsisch bedingt sein.


Referenzen

Schiefele, U. & Streblow, L. (2006). Motivation aktivieren. In H. Mandl & H. F. Friedrich (Hrsg.), Handbuch Lernstrategien (S. 232–247). Göttingen: Hogrefe.

Schneider, K. & Schmalt, H.-D. (2000). Motivation. Stuttgart: Kohlhammer.