Definition

Die Autoren Martin Hartmann, Rüdiger Funk und Horst Nietmann definieren eine Präsentation wie folgt:

Eine oder mehrere Personen stellen für eine Zielgruppe bestimmte Inhalte, also Sachaussagen oder Produkte, dar. Ziel ist es, diese Gruppe zu informieren oder zu überzeugen. Die Darstellung wird unterstützt durch bildhafte Mittel.“

Die vier Aspekte einer Präsentation

Eine Präsentation ist dabei immer eine Kommunikationssituation. In dieser gibt es vier Aspekte, die eine bedeutende Rolle spielen und die bei der Vorbereitung und Durchführung beachtet werden sollten.

Klicken Sie auf die Fragezeichen im Bild, um die vier Aspekte zu sehen.

 

This H5P content cannot be shown right now.
Did you just move this element? Reload the page to attempt to fix the problem.

Präsentationen finden in vielen unterschiedlichen Kontexten statt und haben dort unterschiedliche Zielsetzungen. Bezogen auf Weiterbildungskontexte geht es hauptsächlich darum, das Lernen zu verbessern.

Eine Präsentation ist immer in ein Davor und ein Danach eingebettet. Zu dem Davor gehört alles, was im Vorfeld geschieht, also zum Beispiel der Trainings- oder Workshopbeginn, das Ankommen und Kennenlernen oder auch Seminarteile, die nicht als Präsentation umgesetzt sind. Das Danach umfasst alle Aktivitäten, die aus der Präsentation resultieren, zum Beispiel eine Diskussion oder Übung, aber auch weitere Trainingseinheiten.

Für eine angemessene Aufarbeitung der dargebotenen Informationen mithilfe von Visualisierungen empfiehlt es sich, dass die Lehrperson zunächst ihre Inhalte klar strukturiert:

Das Bild zeigt drei Stichworte, die für die Erstellung eines Präsentationskonzepts wichtig sind: Gedanken ordnen, Punkte festhalten, Kernaussagen finden.

Erstellung des Präsentationskonzepts, Bild: Eigene Darstellung

 

Außerdem sollten sich Lehrpersonen Gedanken darüber machen, was sich in welcher Form am besten darstellen lässt. Hierbei sind die folgenden Aspekte wichtig:

Das Bild zeigt vier Stichpunkte, die für die Darstellung wichtig sind: auf Lernziele und Teilnehmende abstimmen, Struktur finden, Geschichte erzählen.

Die Darstellung der Präsentationsinhalte, Bild: Eigene Darstellung

 

Sind diese Aspekte angemessen berücksichtigt,  können die Lernenden die Inhalte besser aufnehmen, länger und nachhaltiger im Gedächtnis speichern und sich später leichter wieder an sie erinnern. Gute Visualisierungen helfen außerdem dabei, Lernschwierigkeiten zu verringern, da alle Teilnehmenden wissen, worum es gerade geht und Zusammenhänge erkennen und verstehen können.

 

Das Lernen mit Präsentationsmedien unterstützen

Die Begriffe Medien und Präsentationsmedien sollen hier als Oberbegriffe für Werkzeuge, Hilfsmittel und Geräte stehen, die in Seminaren, Workshops und Trainings eingesetzt werden, um Lehr- und Lerninhalte zu visualisieren und hörbar zu machen. Dabei kann es sich um Printmedien (z. B. Buch, Poster, Landkarte), audiovisuelle Medien (z. B. Film, Hörfunk) und Webseiten im Internet handeln, aber auch um Speichermedien (z. B. CD, DVD), PC-Programme und Geräte, mit denen Lerninhalte gestaltet, umgesetzt und Lernenden vermittelt werden können.

Wie viele Inhalte in welcher Form mithilfe von Präsentationsmedien umgesetzt und präsentiert werden und wie damit im Weiterbildungssetting gearbeitet wird, kann sehr unterschiedlich aussehen. So muss nicht in jedem Kurs oder Workshop auf Präsentationsmedien zurückgegriffen werden, nicht alle Teile müssen oder sollten medial präsentiert werden und es kann ein Mix aus verschiedenen Präsentationsmedien gewählt werden, wenn dies sinnvoll ist.

Präsentationsmedien können das Lernen aber in jedem Fall unterstützen. Die Wahl des richtigen Mediums ist dabei immens wichtig. 

Checkliste für die Wahl passender Präsentationsmedien

Folgende Fragen sollten grundsätzlich bei der Wahl und Nutzung von Präsentationsmedien berücksichtigt werden:

  • Welche Funktionen erfüllen die Medien?
  • Welche Vor- und Nachteile haben die einzelnen Lehrmedien?
  • Wann nutzt man im Unterricht welches Medium?
  • Was muss beim Einsatz von Medien beachtet werden?

Darüber hinaus ist es wichtig, sich mit den konkreten Rahmenbedingungen auseinanderzusetzen und die Präsentation daran auszurichten:

  • Wie groß ist die Gruppe?
  • Wie ist der Raum beschaffen und ausgestattet?
  • Welches Ziel wird mit der Präsentation verfolgt und sollen Entscheidungen getroffen werden?
  • Ist das Thema kompliziert und beinhaltet es zum Beispiel Grafiken und Tabellen?
  • Sollen bestimmte Inhalte und Kernaussagen bei den Zuhörenden verankert werden?
  • Ist der Dialog mit den Zuhörenden möglich und dem Thema förderlich oder hinderlich?

Referenzen

Hartmann, M., Funk, R. & Nietmann, H. (2000). Präsentieren – Präsentationen: zielgerichtet und adressatenorientiert. (6. Aufl.). Weinheim: Beltz.

Quilling, E. & Nicolini, H. J. (2009). Erfolgreiche Seminargestaltung – Strategien und Methoden in der Erwachsenenbildung. (2. erweiterte Aufl.). Wiesbaden: VS Verlag.

Seifert, J. W. (2011). Visualisieren –  Präsentieren – Moderieren. Offenbach am Main: Gabal-Verlag.