Damit Konflikte möglichst erst gar nicht aufkommen können, ist es in erster Linie hilfreich, den Kurs- oder Trainingsstart so zu gestalten, dass sich die Teilnehmenden gut aufgehoben fühlen, Zeit haben, sich kennen zu lernen und wissen, was im Training auf sie zukommt und Gelegenheit haben, ihre eigenen Wünsche und Vorstellungen zu äußern.

Ob ein Konflikt wahrscheinlich ist, lässt sich anhand einiger Vorboten erkennen. 
Kommunikationsstörungen sind gute  Anzeichen dafür, dass Personen oder Personengruppen nicht mehr „im Reinen“ miteinander sind. Anhaltspunkte dafür sind insbesondere Rückzug oder die Vermeidung von Kontakt. Treffen die Beteiligten dann doch aufeinander, ist der Umgang miteinander häufig auffallend formal und unpersönlich. 

 

Konfliktsituationen im Seminarraum, Bild: Eigene Darstellung

 

Häufig lässt sich beobachten, dass...

  • herablassende Bemerkungen geäußert werden.
  • Anweisungen und Entscheidungen ignoriert werden.
  • sich die Betreffenden anschweigen.
  • sie eine abwehrende, negative Körpersprache zeigen und
  • beide gereizt oder sogar aggressiv aufeinander reagieren.

Außerdem kann mit zunehmender Eskalation des Konfliktes das Brodeln der Gerüchteküche beginnen. Vielleicht machen Intrigen oder Verleumdungen die Runde. Es ist möglich, dass sich die Konfliktparteien Verbündete und damit Unterstützung für die eigene Position suchen.

In dieser Phase lässt sich das Beobachtete gut ansprechen:

 

Das Beobachtete ansprechen, Bild: Eigene Darstellung

 

Um zu vermeiden, dass Konflikte sich weiter verschärfen, können Sie sich an folgenden Maßnahmen orientieren. Nähere Informationen  können Sie sich durch das Klicken auf die Kreuze anzeigen lassen.

 

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Referenzen

Berkel, K. (2002). Konflikttraining. Konflikte verstehen, analysieren, bewältigen. (7. Aufl.). 
Heidelberg: Sauer‐Verlag. 

Glasl, F. (2002). Konfliktmanagement. Ein Handbuch für Führungskräfte, Beraterinnen und 
Berater. (7. Aufl. Bd. 2). Bern: Haupt.

Keller, M. (2004). Konfliktsituationen gestalten (Bd. 3). St. Gallen: Institut für Wirtschaftspädagogik an der Universität St. Gallen.