Frau Leifert hat sich in den vergangenen Wochen intensiv mit der Initiierung von selbstgesteuertem Lernen beschäftigt und möchte das Gelernte nun in ihrem Kurs zur Kunstgeschichte einsetzen. Sie hat sich ein umfassendes Konzept für den Kurs überlegt, aber dennoch beschleicht sie immer wieder ein ungutes Gefühl: Bin ich wirklich gut vorbereitet? Habe ich alle Eventualitäten berücksichtigt? Kann ich überhaupt alle Eventualitäten berücksichtigen? Was wenn nicht? Was könnte schief gehen? Und wie reagiere ich dann?

Dieses Gefühl der Unsicherheit besteht bei Frau Leifert nicht zu unrecht. Schließlich ist und bleibt das Lehr-Lerngeschehen zu einem gewissen Grad immer noch unplanbar – egal, wie gut man sich auf den Kurs vorbereitet. Jedoch kann es helfen, sich im Vornherein bereits zu überlegen, welche möglichen Herausforderungen auf einen zukommen können, um sich bereits mögliche Umgangsweisen zu überlegen – dies kann in der ein oder anderen Situation Gold wert sein.

In Bezug auf selbstgesteuertes Lernen gibt es einige typische Herausforderungen, die bei der Anwendung derartiger Lehr-Lernmethoden auftreten können. Eine vorherige Auseinandersetzung mit diesen hilft nicht nur in der Situation selbst, sondern auch dabei, bereits von Beginn an souverän aufzutreten.

Sie können sich im Folgenden die typischen Herausforderungen anschauen, indem Sie den Regler unter dem Bild verschieben.

This H5P content cannot be shown right now.
Did you just move this element? Reload the page to attempt to fix the problem.

Im Slider verwendetes Gemälde "Der Schrei", Bild: Prawny, www.pixabay.com, Freie kommerzielle Nutzung

Referenzen

Buddenberg, V. (2010). Vermittlung von Selbstlernkompetenzen. Theoretische Aspekte und ein praktisches Modell. Magazin Erwachsenenbildung.at, 10, 08/01-11.

Forneck, H.-J. (2002). Selbstgesteuertes Lernen und Modernisierungsimperative in der Erwachsenen- und Weiterbildung. Zeitschrift für Pädagogik, 48 (2), 242-261.

Simons, P. R. J. (1992). Lernen, selbstständig zu lernen – ein Rahmenmodell. In H. Mandl & H. F. Friedrich (Hrsg.), Lern- und Denkstrategien Analyse und Intervention (S. 251-264). Göttingen: Hogrefe.