Arbeitshilfe: Die Personamethode ELO

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Die Personamethode ist eine Methode zur Beschreibung von Zielgruppen. Sie kommt ursprünglich aus der Software-Entwicklung und kategorisierte in diesem Kontext unterschiedliche Nutzerinnen- und Nutzergruppen anhand von Forschungsergebnissen. Sie diente Softwareentwicklungsteams dazu, Ansprüche verschiedener Nutzendengruppen an Software zu definieren.
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Arbeitshilfe: Die Personamethode

Die Personamethode ist eine Methode zur Beschreibung von Zielgruppen. Sie kommt ursprünglich aus der Software-Entwicklung und kategorisierte in diesem Kontext unterschiedliche Nutzerinnen- und Nutzergruppen anhand von Forschungsergebnissen. Sie diente Softwareentwicklungsteams dazu, Ansprüche verschiedener Nutzendengruppen an Software zu definieren.

 Eine Persona ist die aggregierte Aufbereitung von Informationen über eine Zielgruppe oder ein Milieu. Sie wird erstellt als Beschreibung einer fiktiven Person einer Zielgruppe und dient dazu,

  • eine klare Vorstellung der Zielgruppe, deren Präferenzen, Einstellungen und Lebenswelten zu entwickeln,
  • diese Vorstellung in Gruppen zu diskutieren und Konsens über die Beschaffenheit der Zielgruppe herzustellen, sowie
  • meist implizite Vorstellungen über die Zielgruppe zu explizieren.
  • Sind Personas einmal erstellt, dienen sie der verbesserten Ansprache von Adressatinnen und Adressaten mit Dienstleistungen, Produkten und über entsprechende Kommunikationskanäle.

Das Erstellen von Personas

Eine gelungene Persona beschreibt idealtypisch eine fiktive Person auf Basis von Informationen über die Zielgruppe. Solche Informationen können umfassen:

  • statistische Daten
  • eigene Erfahrungen
  • Zeitungs- oder wissenschaftliche Artikel
  • Bilder

Insbesondere die Arbeit mit Bildern kann allerdings, wenn die Personas selbst und nicht durch ein Forschungsinstitut erstellt werden, durchaus zu spekulativen und stereotypen Ausführungen führen. Dem wirkt die Arbeit mit fundierten Informationen entgegen.

 Bei der Erstellung von Personas variieren die Beschreibungsdimensionen oder -merkmale, entlang derer Personas erstellt werden, je nach dem Ziel der zu erstellenden Produkte oder der Verfügbarkeit von Informationen.

 Mögliche Dimensionen der Entwicklung von Personas sind zum Beispiel:

  • (fiktiver) Name, ggf. Foto
  • Alter, Geschlecht, Nationalität
  • Beruf, Ausbildung
  • Familienstand
  • Migrationshintergrund
  • Erwartungen und Ziele
  • Politische Einstellungen, Werte
  • Weiterbildungsverhalten
  • bevorzugte Art des Lernens
  • Hobbys
  • Bindung zur Einrichtung
  • Bedenken, Ablehnungen, Vorbehalte und Ängste gegenüber Weiterbildung oder der Einrichtung

Zudem ist es möglich, dass sich während der Erstellung noch weitere anwendungsspezifische Beschreibungsmerkmale ergeben. Zur Erstellung einer Persona gilt es, möglichst viele Informationen über die Zielgruppe zu sammeln und die Beschreibungsmerkmale zu befüllen. Die Informationen können aus den bereits angegebenen Informationsquellen stammen, aber auch darüber hinaus gehen.

 Will man umfassende Beschreibungen einer Zielgruppe erstellen, empfiehlt es sich, mehrere Personas zu entwerfen. Die Erstellung von Personas ist allein sowie in Gruppen möglich. In der Gruppe fließen mehr Informationen in eine Persona ein, gleichzeitig können auch mehrere Personas erstellt werden.

Referenzen

Barz, H., Barth, K., Cerci-Thoms, M., Dereköy, Z., Först, M. & Mitchnik, I. (Hrsg.). (2015).  Eine Studie über die Bildungserfahrungen und Bildungsziele von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland [Themenheft]. Große Vielfalt, weniger Chancen. Essen und Düsseldorf: Stiftung Mercator und Vodafone Stiftung Deutschland.

 Heinrichs, J. (2017, 3. November). Wohnzimmer nach Wahl. Hannoversche Allgemeine. Verfügbar unter https://www.haz.de/Sonntag/Top-Thema/Wohnzimmer-nach-Wahl. Zuletzt abgerufen am 03.04.2020.

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