Wie plane ich Feedbackmethoden in meiner Weiterbildung ein? ELO

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Es gibt unterschiedliche Methoden und Vorgehensweisen, um Feedback in digitalen Weiterbildungen ein- und umzusetzen. Mit den richtigen Fragen finden Sie das für Ihre Weiterbildung passende Vorgehen.
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Wie plane ich Feedbackmethoden in meiner Weiterbildung ein?

Wie finde ich die passende Methode und das passende Tool?

Sollen Feedbackmethoden in einer digitalen Weiterbildung eingesetzt werden, kommt nach der allgemeinen Kursplanung die Frage, welche Methode und welches konkrete Tool sich für die konkrete Lehr- und Lernsituation am besten eignet.

Joachim Brinkmann, Dozent, berichtet aus seiner Praxis:

Meine Schreibwerkstatt-Kurse habe ich teilweise in den digitalen Raum verlegt und musste hierfür alles neu planen. Mir war klar, dass Kommunikation und Rückmeldungen ganz anders gedacht werden mussten und dass dies nicht zu kurz kommen darf, denn das ist mit das Herzstück meiner Kurse und so viele Teilnehmende sagen mir, dass sie davon am meisten profitieren.

Neben mündlichem Feedback erhalten meine Teilnehmenden je nach Aufgabe auch ein schriftliches Feedback. Hier habe ich lange überlegt, wie ich das am besten umsetze. In analogen Kursen haben meine Teilnehmenden hin und wieder handschriftliche Anmerkungen erhalten. Das funktioniert in digitalen Kursen nicht.

Nachdem ich einige Möglichkeiten ausprobiert habe, bin ich dazu übergegangen, das Feedback für jede Zielgruppe anders zu planen. Je nach Zielsetzung des Kurses und technischen Vorerfahrungen nutze ich manchmal das Textdokument der Teilnehmenden und ergänze hier meine Anmerkungen. Damit kommen viele Lernende am besten zurecht.

Andere mögen es lieber, wenn sie ein separates Feedback erhalten. Hierfür bietet unsere Plattform Illias die Möglichkeit, Feedback als Datei zu hinterlegen, sodass die Lernenden dies ganz einfach herunterladen können. 

Um die passende Methode zu finden, können zunächst die folgenden Fragen beantwortet werden:

Worin?

 Wie sieht der Rahmen aus, in dem Feedback stattfinden soll? In welches Weiterbildungssetting soll es integriert werden und wird in der Kursgruppe eine Feedbackkultur gelebt? 

In einer Gruppe, die offen und wertschätzend miteinander kommuniziert, fällt es meist einfacher, Feedbackmethoden einzusetzen. Damit sich eine effektive und wertschätzende Feedbackkultur entwickeln kann, ist es hilfreich, in einer der ersten Sitzungen oder zu Beginn die gemeinsame Feedbackkultur explizit zu thematisieren und regelmäßig Zeit für Feedback einzuräumen.

Wozu?

Wo soll der Fokus des Feedbacks liegen? Soll Feedback zu einer „Sache“, z. B. zu Ergebnissen oder zum Vorgehen der Lehrperson, zur Sitzungsgestaltung, -methoden, -inhalten gegeben werden oder soll z. B. Raum für das Miteinander geöffnet werden, um Themen in der Gruppe aufzudecken und Lösungswege zu bereiten?

Je nachdem, wozu das Feedback gegeben werden soll, muss auch die Fragestellung formuliert sein. Je vager oder konkreter die Frage formuliert wird, desto vager oder konkreter wird auch das Feedback. Beides kann sinnvoll sein. Während eine weniger präzise formulierte Fragestellung viel Freiraum lässt, schränkt eine präziser formulierte Frage den Fokus auf einen ganz spezifischen Aspekt ein.

Wie?

Hierbei geht es um das konkrete zielorientierte Vorgehen: Soll das Feedback analog oder digital stattfinden? Soll es kommentierend, interaktiv, ausdifferenziert, umfassend, impulsartig oder fokussiert sein?

Wie soll das Feedback eingeführt und begleitet werden?

Womit?

Hier ist die Frage, welche Methode und welches Medium am besten zu den Zielen und dem Inhalt passen. Außerdem spielt es eine Rolle, ob die Methode für die Lehrperson, die Gruppe und die zeitlichen/räumlichen Umständen geeignet ist.

Checkliste für die Planung von Feedback in digitalen Weiterbildungen:

  • Wählen Sie die Methode, mit der Sie am schnellsten und einfachsten zum Feedback-Ziel kommen.
  • Wählen Sie nur dann zusätzliche Tools aus, wenn die Teilnehmenden diese bereits beherrschen oder den Umgang mit diesen leicht und schnell erklärt erlernen können.
  • Überfrachten Sie das Feedback nicht. Setzen Sie einen klaren inhaltlichen Fokus. Die Aufnahmefähigkeit ist bei digitalen Settings geringer als in analogen Weiterbildungen.
  • Geben Sie den Teilnehmenden Zeit, um das Feedback aufzunehmen und gegebenenfalls später nachfragen zu können.

Leonie Klein, Teilnehmerin eines Grafikdesign-Kurses, berichtet aus ihrer Erfahrung mit Online-Kursen:

Mein erster Online-Kurs war eine berufliche Fortbildung zum Thema Sport-Fotographie. Es gab vor den Präsenztreffen Videos mit technischen Erläuterungen, die wir uns anschauen sollten. In den Präsenztreffen wurden zunächst offene Fragen geklärt und dann in Kleingruppen eigene Aufnahmen besprochen.

Das gegenseitige Feedback in den Kleingruppen war sehr hilfreich und wir konnten sowohl von den Rückmeldungen zu unseren Bildern lernen als auch durch die Diskussion zu Bildern von anderen. Dadurch nehme ich Bilder zum Beispiel nun ganz anders wahr und achte auf neue Details.

Uns wurde zu Beginn gesagt, dass wir einzelne Aufnahmen, zu denen wir ein gesondertes Feedback haben wollten, auch an die beiden Trainer schicken könnten. Das haben viele von den Teilnehmenden auch in Anspruch genommen. Kurz vor Kursende haben wir uns in unserer Kleingruppe darüber ausgetauscht, dass noch keiner von uns ein solches Feedback erhalten hatte.

Auf Nachfrage bei den Trainern erhielten wir den Hinweis, dass wir eine Nachricht mit einem Link im Lernbereich finden würden. Da wir den Bereich bisher jedoch nur für die Videos und die Präsenzveranstaltungen genutzt hatten und das Nachrichtensymbol sehr versteckt war, hatte es in unserer Runde niemand entdeckt.

Hinter dem Link befand sich dann eine übersichtliche Feedbackdarstellung, wo einige Punkte als Bewertungsskala dargestellt wurden, zu dem die Trainer jeweils noch ausführliche Erklärungen und Tipps formulieren konnten. Es waren für mich wirklich hilfreiche Aspekte und Hinweise dabei, die ich so in der Kleingruppe nicht erhalten habe. Die Möglichkeit, in dieser Form ein Feedback zu erhalten, fand ich sehr gut, hätte das Feedback aber gerne früher gesehen, um die Tipps schon im Kursverlauf umsetzen zu können.

Reflexionsaufgabe:

Was halten Sie beim Vorgehen im Fotokurs für besonders gelungen? Wie hätte das Trainer-Team das Feedback aus Ihrer Sicht besser lösen können?

Referenzen

Van Dick, R. & West, M. (2013). Teamwork, Teamdiagnose, Teamentwicklung.  Göttingen: Hogrefe Verlag.

Klein, I. (2017). Gruppen leiten ohne Angst. Themenzentrierte Interaktion (TZI) zum Leiten von Gruppen und Teams. Augsburg: Auer Verlag.

Bernstein, S. & Lowy, L. (1988). Untersuchungen zur Sozialen Gruppenarbeit in Theorie und Praxis. Freiburg im Breisgau: Lambertus-Verlag.

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