Rückmeldungen als Motivator für Leistungen ELO

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Feedback dient der Leistungsmotivation. Um ihre Leistungen einschätzen und steigern zu können, benötigen Lernende immer wieder Bestätigung und Ansporn im Lernprozess.
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Rückmeldungen als Motivator für Leistungen

Regelmäßiges Feedback an die Lernenden sorgt dafür, dass diese einschätzen können, wo sie aktuell stehen, was sie bisher erreicht haben und wie sie ihr Lernen verbessern können. Es geht nicht (nur) um eine Leistungsbewertung, sondern vielmehr darum, die Lern- und Leistungsmotivation zu fördern und zu erhalten, indem Teilnehmende ihre Erfolge einfacher wahrnehmen und ihre Lernstrategien verbessern können.

Lob und positive Rückmeldung gelten als ideale Möglichkeiten zur Förderung der Lern- und Leitungsmotivation, die für Lehrende leicht einsetzbar sind.

Dabei können folgende Formen der formalen Verstärkung unterschieden werden:

  1. soziale Verstärker wie Zuwendung und Anerkennung und generell der Aufbau einer positiven Beziehung
  2. materielle Verstärker wie Bewertungen oder Preise
  3. Aktivitätsverstärker wie mediale Abwechslung, körperliche Aktivitäten oder spielerisches Lernen

Während die auf die Lernaktivität und die soziale Beziehung gerichteten Verstärker sich nachhaltiger auf die Motivation, sich mit Lerngegenständen auseinanderzusetzen, auswirken als auf das Lernergebnis gerichtete materielle Verstärker, sind für eine hohe Leistungsmotivation zudem informelle Verstärker wie das Erleben von Erfolg von besonderer Bedeutung.

Über eine Bestätigung des Erreichten sowie die gemeinsame Ursachenanalyse in einem Rückmeldegespräch können internale Zuschreibungen gestärkt sowie dem Lernstand entsprechende neue Lernherausforderungen definiert werden.

 

Feedback zur Motivationsförderung

Um Feedback möglichst motivationsfördernd und ermutigend einsetzen zu können, sind die folgenden Schritte sinnvoll:

1. Beschreibung des Ist-Soll-Zustands

Im ersten Schritt geht es um eine Einschätzung der aktuellen Situation (Wo steht die oder der Lernende?) und eine Beschreibung des Soll-Zustandes (Was ist das Ziel? Was möchte/soll die oder der Lernende nach der nächsten Lehr-Lerneinheit gelernt haben, wissen und können?). Umso genauer beides beschrieben wird, desto leichter fällt ein Abgleich (siehe Schritt 2) und ein konstruktives, passgenaues Feedback. Bei diesem beschreibenden Schritt geht es noch nicht um Lösungsansätze.


2. Abgleich

Im zweiten Schritt werden der Ist- und der Soll-Zustand miteinander verglichen. Der Unterschied zwischen beiden Zuständen bildet den Lernweg ab. Nun kann überlegt werden, ob der bereits eingeschlagene Pfad richtig ist: Muss beim Lernen korrigiert werden? Wo besteht Handlungsbedarf? Gibt es Lösungsideen? Was kann der Lernende selber verändern? Wichtig ist, dass die Problemlösung immer im Rahmen der Fähigkeiten und Begabungen der Lernenden liegt.

3. Unterstützung

Im dritten Schritt steht die Frage im Vordergrund, ob Unterstützung notwendig ist und woher sie kommen kann. Manchmal liegen notwendige Veränderungen nicht in der Macht der Lernenden selber. Hier können entweder Lehrende ihre Unterstützung anbieten oder Hilfe von außen suchen. Auch hier ist es sinnvoll, möglichst konkret zu beschreiben und festzuhalten, welche Unterstützung notwendig ist und woher sie kommen soll.

4. Konkrete Schritte

Damit Feedback-Gespräche motivierend und nachhaltig wirken, ist es wichtig, im letzten Schritt die Ergebnisse festzuhalten. Daraus müssen konkrete Schritte abgeleitet und geeignete beziehungsweise nötige Ressourcen zu deren Erreichung definiert werden, damit diese zeitnah umgesetzt werden können. Dadurch gehen die Lernenden nicht nur mit einer Einschätzung zu ihrem aktuellen Lernstand aus dem Gespräch, sondern auch dem Wissen, wie sie sich gezielt weiterentwickeln können.

 

Konkrete Schritte zur Erreichung des Soll-Zustands, Bild: Eigene Darstellung, CC BY-SA 3.0 DE

 

Motivierend wirken sich Feedbackgespräche vor allem dann aus, wenn sie als Einladung an die Teilnehmenden ausgesprochen werden, ihr Lernen und die eigenen Ziele zu hinterfragen und zu verbessern. Deshalb ist es wichtig, dass sich Feedback auch an den individuellen Lernzielen und Bezugsnormen der einzelnen Teilnehmenden orientiert. Das geschieht durch einen Vergleich von Selbst- und Fremdeinschätzung.

Schließlich können die Lehrenden das Feedbackgespräch dafür nutzen, den eigenen Lehrstil gemeinsam mit den Teilnehmenden zu hinterfragen und zu überprüfen, wie sie ihr Verhalten noch motivationsförderlicher gestalten können.


Referenzen

Heckhausen, H. (1989). Motivation und Handeln. Berlin: Springer.

Rheinberg, F. (2008). Motivation. Stuttgart: Kohlhammer.

Schlag, B. (2013). Lern- und Leistungsmotivation. Wiesbaden: VS.

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Rückmeldungen als Motivator für Leistungen

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Verwendung

Node Typ Lernpfad
Hauptinhalt Hauptinhalt AML2 Leistungsmotivation für das Lernen nutzen

ID dieses ELOs: ea68a3ef-4292-43bb-8544-db48655a261c

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