Die passende Methode für ein Lerner-Lehrer-Feedback finden ELO

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Bei der großen Auswahl an Feedback-Methoden ist es nicht immer leicht, die für die aktuelle Kursphase und die Kurskonstellation passende zu finden. Folgende Kriterien können Ihnen bei der Wahl einer passenden Methode als Orientierung dienen.

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9-1-3-1c Die passende Methode für ein Lerner-Lehrer-Feedback finden

Hilfreich ist es, schon bei Kursbeginn abzuklären, ob, in welcher Form und mit welchem Ziel Feedback Bestandteil des Kurses sein soll. Allen Beteiligten sollte klar werden, worum es geht und was genau passieren wird.  

Fassen Sie die Fragen an die Kursgruppe weit genug. Wenn es Punkte im Kursablauf gibt, die aus bestimmten Gründen nicht veränderbar sind – das können einzelne Lerninhalte sein -, sollten Sie sie nicht zur Diskussion stellen, denn die Befragung der Teilnehmenden ist mit dem impliziten Versprechen verbunden, dass die Lehrkraft die formulierten Wünsche auch berücksichtigen wird. 

Deshalb gilt: Legen Sie den Fokus auf das Lernen und das eigene unterrichtliche Handeln, um das Beste aus dem Feedback herauszuholen. So können Sie die Weiterbildung wirksam verbessern und den Lernerfolg erhöhen.

Wichtig ist, dass Sie Ihre Feedbackmethoden vorstellen und im Vorfeld mit allen Beteiligten klären,  

  • was die Ziele des Feedbacks sind,
  • dass die Ergebnisse im Anschluss besprochen werden und
  • dass die gemeinsame Reflexion zu Konsequenzen führen wird.

 

Eine passende Feedback-Methode finden

Da sich nicht jede Feedback-Methode für jede Kurssituation eignet, sollten Sie sich die folgenden Fragen vor der Wahl beantworten. Wenden Sie die Karten, um die Rückseite zu sehen.

 

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Checkliste: Die passende Feedback-Methode finden

Je nach Situation eignen sich unterschiedliche Feedback-Methoden. Je passender die Methode, desto größer die Erfolgswahrscheinlichkeit. Hilfreich ist es deshalb, die folgenden Punkte zu berücksichtigen:

  • Stellen Sie klar, auf welche Bereiche sich das Feedback bezieht (fachliches Wissen, die Kommunikation im Unterricht, Lernziele).
  • Mündliches Feedback ist zwar beliebt und meist schneller umsetzbar, aber auch anonymes Feedback sollte möglich sein.
  • Bedenken Sie, dass sich manche vor einem ehrlichen Feedback scheuen, weil sie negative Folgen befürchten. Eine vertrauensvolle Lernatmosphäre zu schaffen, ist hier eine wesentliche Voraussetzung.

Referenzen

Fengler, J. (2009). Feedback geben: Strategien und Übungen. Weinheim: Beltz.

Geißler, K. (2016). Anfangssituationen. Was man tun und besser lassen sollte. Weinheim: Beltz.

Klein, Z. (2016). Lebendige Seminare. Band 1: Kreative Methoden für den Seminareinstieg und die Themeneinführung. Offenbach: GABAL.

Vertiefende Inhalte

Summatives und formatives Feedback – unterschiedliche Feedbackzwecke

Durch unterschiedliche Feedbackmethoden können verschiedene Ziele erreicht werden. Grob unterschieden kann Feedback zum einen dazu dienen, eine Leistung abschließend und zusammenfassend zu bewerten und zum anderen die Lerntätigkeit der Teilnehmenden während der Weiterbildung zu verbessern.

Dient Feedback primär dazu, eine durch Lernende erzielte Leistung abschließend zu bewerten oder die Bewertung zu rechtfertigen, so erfüllt Feedback einen summativen (= zusammenfassenden) Zweck. 
Wird Feedback hingegen während des Lernprozesses gegeben und bietet Lernenden dadurch die Möglichkeit zur kontinuierlichen Verbesserung, so erfüllt Feedback einen formativen (= gestaltenden) Zweck.

Summatives Feedback

Das summative Feedback fasst den Lernerfolg am Ende eines Kurses (oder eines Abschnitts) in einer Bewertung zusammen. Zum Beispiel in einem Abschlussgespräch, einem Abschlusstest oder einem Zeugnis. Dies geschieht meist im Vergleich zu den anderen Teilnehmenden oder gesetzten Standards. Summative Beurteilungen sind oft normorientiert, punktuell und kursbezogen. 
Summative Rückmeldungen können jedoch auch formativ genutzt werden, wenn Lernende sie als Basis für anschließende oder spätere Kurse nutzen. Das bedeutet, dass eine Rückmeldung nicht nur berücksichtigt, wie gut das angestrebte Ziel erreicht wurde, sondern auch die Entwicklung und Verbesserungsmöglichkeiten im Blick hat.


Formatives Feedback

Bei der formativen, kursbegleitenden Beurteilung, auch Lernfortschrittskontrolle genannt, werden Informationen über Lernfortschritte, über Stärken und Schwächen gesammelt, die sich auf die Kursinhalte beziehen und in Rückmeldungen an die Lernenden mit einbezogen werden können. 
Formatives Feedback zielt auf eine Verbesserung des Lernens ab. Es ist meist sehr detailliert und soll den Lernenden helfen, ihre Stärken und Schwächen besser kennen zu lernen, gezielter zu lernen oder die Art des Lernens zu verändern. Darüber hinaus zeigt es Lehrenden, wo sie Lernenden weitere Unterstützung anbieten sollten.

Checkliste für formatives Feedback

Bei einer formativen Rückmeldung sollten die folgenden drei Aspekte im Vordergrund stehen:

  • Was ist das individuelle Lernziel eines Lernenden? Was konkret soll gelernt werden?
  • Wo befindet sich die/der Lernende in seinem Lernprozess? Was hat sie/er bereits erreicht? Was kann sie/er schon?
  • Was braucht die/der Lernende noch, damit sie/er das Ziel erreicht? Welche Unterstützungen sind dafür notwendig (Material, Methoden, personelle Ressource)?

Das formative Feedback setzt voraus, dass sich die Lehrperson mit den Lernzielen und dem Lernen der Lernenden auseinandersetzt. Diese formative Evaluation beinhaltet jegliche Aktivität, die dazu benutzt wird, den Lernstand und Lernfortschritt der Lernenden während des Lernprozesses zu bestimmen. Die Norm für die Bewertung liegt dabei beim Individuum selbst. Es werden hauptsächlich die individuellen Lernfortschritte bewertet.

Beide Feedbackvarianten haben ihre Berechtigung in der (Erwachsenen-) Bildung. Wenn es jedoch darum geht, das selbstgesteuerte Lernen zu fördern, sollte ein Fokus auf dem formativen Feedback liegen.

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9-1-3-1t Aufgabe zu "Die passende Methode für ein Lerner-Lehrer-Feedback finden"

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Primäre KSF

Lerngruppen anleiten

Säule →

↓ Niveau
Wissen Wissen / Können Können
Hoch
Mittel
Niedrig

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(Achtung: Änderungen der Kompetenz-Referenzen werden alle 1-2 Stunden aktualisiert und sind erst dann sichtbar!)

 

Sekundäre KSF

Gestaltung der Lernatmosphäre

Säule →

↓ Niveau
Wissen Wissen / Können Können
Hoch
Mittel
Niedrig

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(Achtung: Änderungen der Kompetenz-Referenzen werden alle 1-2 Stunden aktualisiert und sind erst dann sichtbar!)

 

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