Motivieren durch Priorisierung und Strukturierung ELO

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Wenn die Ziele klar sind, ist der Weg doch kein Problem?!  Nicht ganz: Teilnehmenden kann es dennoch schwer fallen,  eine direkte Verbindung zwischen Zielen, Themen und Vorgehen herzustellen. Vor diesem Hintergrund kann eine Bewertung der Inhalte und eine Strukturierung des Lernprozesses die Motivation erhöhen. 
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Motivieren durch Priorisierung und Strukturierung

Abgespeckte und strukturierte Inhalte lassen sich besser lernen  
Bild: Toni Cuenca, www.pexels.com, free to use

 

Zu wissen, wo sie stehen und warum welche Lerninhalte und Lernschritte nötig sind, kann Teilnehmenden helfen, motiviert bei der Sache zu bleiben. Oft erklären sich die Zusammenhänge den Lernenden jedoch nicht von selbst. Das ist vor allem dann der Fall, wenn es um die Vermittlung von theoretischen Inhalten und abstrakten Themen geht, deren praktischer Bezug und konkreter Verwendungszweck nicht klar sind. 

Ein zentraler Bestandteil der Kursvorbereitung ist es, Themen gezielt abzuspecken und aufzubereiten. Ihr Vorgehen erklärt die Lehrperson dann innerhalb des Kurses und kann dies als roten Faden für den Kursverlauf nutzen. Auf diese Weise können Teilnehmende nachvollziehen, warum welche Inhalte wichtiger sind als andere oder warum der Lernprozess auf eine bestimmte Art und Weise strukturiert ist.

Didaktische Planung

Bei der didaktischen Planung geht es um eine Begründung und Strukturierung der Kursinhalte im Hinblick auf den konkreten Verlauf des Kurses.  Um den Teilnehmenden das Lernen zu erleichtern, wird dabei der Inhalt nach fachlichen und methodischen Kriterien geordnet sowie in überschaubare Lehr-Lerneinheiten gegliedert. 

Priorisierung der Inhalte

Priorisierung bedeutet, Aufgaben nach dem Grad ihrer Bedeutung zu ordnen.  Zweck der Priorisierung ist es, im Hinblick auf ein Ziel die wichtigsten Elemente eines Themas zu ermitteln und entsprechend bei der Bearbeitung zu berücksichtigen. 

Hierfür können unter anderem folgende Kriterien herangezogen werden:
 

 Aspekte der Priorisierung, Bild: Eigene Darstellung nach Siebert, 2006, S. 90f. 

Strukturierung der Inhalte

Strukturierung bedeutet, die auf das Wesentliche reduzierten und priorisierten Inhalte so zu gliedern, dass Zusammenhänge klar werden und übersichtlich in Teilschritten dargestellt werden können. Die Strukturierung hilft, die Inhalte in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen, um sie anschließend methodisch zu bearbeiten. Ziel ist es, das Lernen zu erleichtern und  den Teilnehmenden inhaltliche Zusammenhänge und Abhängigkeiten zu vermitteln. 


Wenn sie entsprechend thematisiert werden, strukturieren Lehr-Lerneinheiten die Aufnahme und die Erarbeitung von Wissen. Sie können Lernhandlungen vereinfachen und komplexe Zusammenhänge veranschaulichen und außerdem die einzelnen Lernschritte als sinnvolle Etappen begreifbar machen.  Um dies zu erreichen kann es helfen, einzelne Lernschritte zu veranschaulichen, sie gezielt anzukündigen und abschließend zu reflektieren. 
 

Eine Methode zur Orientierungshilfe ist zum Beispiel der „Advance Organizer“. 

Als Lernlandkarte stellt der Advance Organizer eine der eigentlichen Stofferarbeitung vorausgehende Lernhilfe dar. Die Methode hat zum Ziel, Vorwissen zu aktivieren und gesteuert ins Thema einzuführen. 

Auch methodische Wechsel – zum Beispiel zwischen Gruppenarbeit und Präsentation der Ergebnisse mithilfe der Methode „Lernspaziergang“, bei der bestimmte Orte mit den Lerninhalten/Lerninformationen verknüpft werden   – können dafür sorgen, dass die Übergänge nicht nur im Kopf stattfinden, sondern auch gefühlt und körperlich wahrgenommen werden. 


Achten Sie also darauf, einzelne Lehr-Lerneinheiten so zu strukturieren, dass sie sinnvolle Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen aktiven und aufnehmenden Phasen enthalten. So gelingt es Ihnen, Abwechslung in den Verlauf zu bringen und Ermüdungserscheinungen und Konzentrationsmangel bei den Kursmitgliedern vorzubeugen.  


Referenzen

Döring, K. (1995). Lehren in der Weiterbildung. Ein Dozentenleitfaden. Weinheim: Dt. Studien Verlag.

Glötzl, H. (2000). Prinzipien effektiven Unterrichts. Handbuch für Erziehungs- und Unterrichtspraxis. Stuttgart: Klett.

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Motivieren durch Priorisierung und Strukturierung

Frau Wischnewski erteilt Integrationskurse. Einmal im Jahr bietet sie auch einen „Fortgeschrittenen-Kurs“ zum Thema Rechte und Pflichten von Arbeitnehmenden für Personen an, die bereits im Arbeitsleben angekommen sind. Der Kurs hat zum Ziel, die  Berufseinsteigerinnen und -einsteiger in ihrem Arbeitsalltag abzuholen, sie berufsfeldbezogen zu beraten und möglichen Problemen vorzubeugen. Am Anfang des Kurses erklärt Frau Wischnewski den Teilnehmenden, was sie in den folgenden Stunden machen möchte: 

„Ich habe mir überlegt, dass wir uns zunächst mal gegenseitig erzählen, was wir alle erlebt haben, seitdem Sie Ihren ersten Kurs erfolgreich abgeschlossen haben. Besonders interessiert es mich, wie die Jobsuche bei Ihnen abgelaufen ist und welche Erfahrung Sie dabei gemacht haben. Wenn ich einen kleinen Überblick habe, wo Sie untergekommen sind, möchte ich mit Ihnen in das Thema Arbeitnehmerrechte und -pflichten einsteigen. Dabei geht es um Fragen zum Arbeitsvertrag, der Arbeitszeit, zum Urlaubsanspruch aber auch um Themen wie Mitarbeitergespräche, Abmahnungen und Kündigung. Wenn man neu in einem Beruf ist, nimmt man ja schnell alles hin und möchte nicht negativ auffallen, aber Sie dürfen sich natürlich auch nicht alles gefallen lassen. Es ist gut zu wissen, welche Rechtsgrundlagen bestehen und wie diese von Arbeitgeber und Arbeitnehmenden ausgelegt werden können. Dabei werden wir uns neben den relevanten Informationen auch reale Fälle aus verschiedenen Branchen als Beispiele anschauen, die gut nachvollziehbar sein dürften. Fragen Sie ruhig bei allem nach, was Sie interessiert oder wo Sie noch Erklärung benötigen. Ich weiß natürlich auch nicht alles, aber ich kann zumindest sagen, wo Sie sich weiter erkundigen können.“ 

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