Transfer-Methoden für den Seminar-Abschluss ELO

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Auch die Abschlussphase kann genutzt werden, um den Transfer des Gelernten sicher zu stellen. Hierfür gibt es verschiedene Methoden.
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Transfer-Methoden für den Seminar-Abschluss

Es empfiehlt sich, am Ende eines Seminars den Fokus auf konkrete Umsetzungsmöglichkeiten zu setzen sowie das Seminar und die gemachten Erfahrungen Revue passieren zu lassen und sich mit der Lerngruppe darüber auszutauschen. Auch bietet es sich, eine Strategie anzuwenden, durch die der Transfer nach der Trainingsmaßnahme noch mal in Gedächtnis gerufen und lebendig erhalten wird. Im Folgenden möchten wir Ihnen zwei Methoden dazu vorstellen.

Der Transfervertrag
 

Das Bild zeigt einen Transfervertrag, der unterschrieben wird.

Transfervertrag, Bild: Eigene Darstellung

 

Die Methode des Transfervertrags dient dazu, den Teilnehmenden konkrete Umsetzmöglichkeiten vor Augen zu führen. Die Vertragsvereinbarung trägt dazu bei, dass sie das Erlernte schnell umsetzen möchten und somit einen nachhaltigen Nutzen aus dem Seminar ziehen, wobei es letztendlich natürlich auch von ihrer eigenen Initiative sowie den Anwendungsmöglichkeiten und Einflussfaktoren am Arbeitsplatz abhängt, ob der Transfer wirklich gelingt. Als Basis für den Transfervertrag kann ein Transferfragebogen genutzt werden:

 

Das Bild zeigt den Transferfragebogen nach Quilling und Nicolini 2009

Transferfragebogen nach Quilling und Nicolini, 2009, Bild: Eigene Darstellung 


Die „Brief an mich selbst“-Methode

Die Methode „Brief an mich selbst“ dient der Selbstreflexion und als Erinnerungsstütze für die Zeit nach dem Seminar und kann innerhalb von fünf Minuten durchgeführt werden. Die Lehrperson gibt den Lernenden Zeit, das Seminar noch mal Revue passieren zu lassen. Dabei sollte der Fokus auf den Ergebnissen und dem praktischen Vorhaben liegen: „Was habe ich gelernt?“, „Was nehme ich mit?“, „Welche Schritte nehme ich mir für die Praxis vor?“ Die Lehrperson visualisiert die genauen Angaben und Fragen auf einem Flipchart, damit die Teilnehmenden den genauen Arbeitsauftrag vor Augen haben. Mithilfe dieser Fragen verfassen sie einen Brief an sich selbst, der anschließend auch einem anderen Kursmitglied vorgelesen werden kann. Anschließend adressiert jeder den „Gute-Vorsätze-Brief“ an sich selbst und verschließt den von der Lehrperson bereitgestellten Umschlag.

 

Das Bild zeigt einen mit Post befüllten Briefkasten und den Hinweis "10-12 Wochen nach dem Seminar"

„Brief an mich selbst“-Methode, Bild: Eigene Darstellung

 

10-12 Wochen nach dem Seminar bekommen die Teilnehmenden den Brief von der Trainerin oder dem Trainer zugeschickt und erhalten somit die Möglichkeit, einen direkten Vergleich zwischen Theorie und  Praxis zu ziehen:

 

Das Brief zeigt eine Seminarteilnehmende auf einer Couch in ihrem Wohnzimmer. Sie liest den "Brief an mich selbst".

„Brief an mich selbst“: Theorie und Praxis, Bild: Eigene Darstellung

 

Die Methode sollte jedoch nicht ganz am Schluss des Seminars angewandt werden, damit sie nicht in dem Prozess des Abschiednehmens untergeht. Auch bietet es sich an, die Vorsätze in eine Stufenleiter zu bringen (von den einfachen bis zu den schweren) und sich auf wenige sehr konkrete Vorsätze zu fokussieren. (Vgl. Alsheimer, S. 1-2)


Referenzen

Alsheimer, M. Brief an mich selbst. Verfügbar unter http://www.methodium.de/wp-content/uploads/2013/08/brief-an-mich-selbst.pdf (zuletzt abgerufen am 19.03.2020)

Quilling, Eike & Nicolini, Hans J. (2009). Erfolgreiche Seminargestaltung. Strategien und Methoden in der Erwachsenenbildung (2., erweiterte Aufl.). Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, hier S. 101.

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