Den Einstieg in transferfördernde Weiterbildungsseminare gestalten: Ein Fallbeispiel ELO

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Bei der Konzeption eines transferförderndes Kursangebots ist es wichtig, dass die Lehrperson die Verlagerung in die Praxis von Beginn des Seminars an fördert. Anhand des Fallbeispiels erfahren Sie in der folgenden Lerneinheit, welche Aspekte in der Einstiegsphase berücksichtigt werden sollten.
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Den Einstieg in transferfördernde Weiterbildungsseminare gestalten: Ein Fallbeispiel
Das Bild zeigt den Kochexperten Anand Raj.

Wenn die Teilnehmenden den Seminarraum zum ersten Mal betreten, bringen sie viele offene Fragen mit und müssen sich erstmal zurechtfinden. Daher legt Anand Raj in der Einführungsphase seiner Trainings den Fokus darauf, ihnen eine Orientierung bezüglich der räumlichen und zeitlichen Organisation sowie der inhaltlichen Ziele und Themen zu geben. Als Begrüßung und zur Orientierung stellt er ein Begrüßungs-Flipchart an der Tür mit dem Titel des Seminars und seinem Namen auf. So erkennen die Teilnehmenden sofort, dass sie in dem Seminarraum richtig sind und fühlen sich angekommen.

Den Einstieg in das Seminar nutzt Anand Raj für das gegenseitige Kennenlernen und die Bedarfsklärung. In firmeninternen Seminaren haben Trainerinnen und Trainer oft die Möglichkeit, vorab mit den Vorgesetzten und Mitarbeitenden Gespräche zu führen, in denen Ziele und Erwartungen geklärt werden. Da es gerade bei offenen Seminaren jedoch durch organisationsbedingte Umstände schwierig ist, mit den Kursmitgliedern vor Trainingsbeginn in Kontakt zu treten, ist es Anand Raj besonders wichtig, sich zu Beginn des Seminars ein Bild von der Arbeitssituation, den Erwartungen und Zielen seiner Lerngruppe zu machen.

Aus Erfahrung weiß er, dass Unsicherheit, Spannung und Neugierde von Seiten der Kursbesucherinnen und -besucher herrschen, wenn sie zum ersten Mal zusammentreffen.  Die Lernenden möchten wissen, wer er ist und was ihn als Trainer qualifiziert und genauso möchte er wissen, wie sich seine Lerngruppe zusammensetzt. Wer sind die Teilnehmenden und was motiviert sie, an seinem Seminar teilzunehmen? Was erwarten sie von ihm? Was sind ihre Ziele? Was möchten sie in ihrem Arbeitsalltag verändern und wie kann er sie dabei unterstützen? Welche Erfahrungen bringen sie mit? Und wie kann er ihre Lernbereitschaft von Beginn des Seminars an aktivieren?

 

Das Bild zeigt, wie Anand Raj mit den Seminarteilnehmenden den Seminarablauf bespricht.

Seminarablauf, Bild: Eigene Darstellung

 

Neben dem gegenseitigen Kennenlernen stellt er zu Beginn des Seminars den Ablauf vor und klärt die Rahmenbedingungen. Er weist die Kursmitglieder auf die Verbindlichkeit der Seminarzeiten hin, animiert sie zur aktiven Beteiligung und versucht möglichen Störungen vorzubeugen, denn nur zu gut weiß er, dass das Nichteinhalten bestimmter Regeln zu Lernwiderständen führen und den Lernprozess behindern kann. Es ist ihm besonders wichtig, von Beginn an ein produktives Arbeitsklima und eine positive vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre zu schaffen.


Referenzen

Mühleisen, S. (2010). Lernen ermöglichen ‒ Von der Auftragsklärung  bis zum Fotoprotokoll  ‒  Methoden, Module und Handwerkszeug  für erfolgreiche Seminare, Kurse und Trainings. In  Thomas Leif (Hrsg.), Trainingshandbuch: Recherche.  Informationsbeschaffung professionell (S. 201-216).  Wiesbaden: VS Verlag, hier S.  206.

Quilling, Eike & Nicolini, Hans J. (2009). Erfolgreiche Seminargestaltung. Strategien und Methoden in der Erwachsenenbildung. 2., erweiterte Auflage. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, hier S. 30.

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