Stell dir vor, der Kurs hat schon angefangen … ELO

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… und dann kommt noch jemand dazu. Alle Teilnehmenden sind anwesend, wenn der Kursleiter mit seinem Programm beginnt. So die Idealvorstellung – die allerdings in der Realität nicht immer vorkommt. Oft hat die Weiterbildung bereits begonnen, da stößt noch jemand hinzu: Entweder als Zuspätkommer oder als Neu-Hinzukommender. Die Frage ist, wie Lehrende am besten damit umgehen können, um die Auswirkungen auf das Lernen möglichst gering zu halten.

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Stell dir vor, der Kurs hat schon angefangen …
Das Bild veranschaulicht den Fall.

Verspätete Teilnehmerin, Bild: Eigene  Darstellung, CC BY-SA 3.0 DE


Fall eins: Zuspätkommende

Sie sind schon mittendrin in Ihrem Vortrag. Da geht plötzlich die Tür auf und ein Spätankömmling platzt herein. Puh, das kann ganz schön ablenken! Manchmal juckt es da in den Fingern, dem Störer eine kleine Lektion zu erteilen. Manche schleichen herein fast ohne dass man sie entdeckt, andere poltern herein und erklären lang und breit, warum sie zu spät gekommen sind.

„Bitte entschuldigen Sie! Ich habe schon mal angefangen“, so soll schon mal ein Redner zwei Nachzügler begrüßt haben. Damit hatte er die Lacher auf seiner Seite, aber dieser Spruch passt nicht in jeden Kontext. Teilnehmende, die regelmäßig zu spät kommen, sind eine ernsthafte Störung für den Kurs.

 

 

Das Bild veranschaulicht den Fall.

Neu hinzukommende Teilnehmerin, Bild: Eigene Darstellung, CC BY-SA 3.0 DE


Fall zwei: Neu-Hinzukommende

Es gibt immer wieder Teilnehmende, die aus gutem Grund nicht an der ersten Kursstunde teilnehmen: Sie sind erkrankt, noch im Urlaub oder habe andere wichtige Termine. Teilnehmende, die den gemeinsamen Start verpasst haben – wie begründet das auch sein mag - bedrohen die Stabilität von Gruppen und stören das, was gerade passiert. Ähnlich wirkt es sich aus, wenn eine bereits seit längerem zusammen lernende Gruppe beim Start in ein neues Semester oder einen Fortgeschrittenenkurs durch neue Mitlernende erweitert wird. Die „Neuen“ bringen womöglich andere Gewohnheiten, andere Erfahrungen und neue Erwartungen in eine Gruppe, und wirbeln die Selbstverständlichkeiten, die sich bis dahin ergeben haben, wieder durcheinander. Daraus ergeben sich Risiken, aber auch Chancen für die weitere Gruppenentwicklung.

 

Was ist zu tun?

Grundsätzlich gibt es mehrere Möglichkeiten, mit den nachträglich in den Kurs/die Gruppe kommenden Teilnehmenden umzugehen:

  • Kommen zu einer bestehenden Gruppe neue Teilnehmende hinzu, sollte darauf eingegangen werden und der Gruppe die Möglichkeit gegeben werden, sich kennen zu lernen.
  • Wenn Lehrende anhand einer Teilnehmerliste sehen, dass noch nicht alle da sind, stehen sie vor der Entscheidung, ob sie pünktlich anfangen oder noch warten. Hier gibt es kein richtig oder falsch, jedoch zeigt die Entscheidung zugleich das Verhältnis des Lehrenden zur Pünktlichkeit.
  • In manchen Kontexten bietet es sich an, den Kurs nicht zu unterbrechen, um den „Neuen“ zu begrüßen. Selbst wenn das einfach nur nett gemeint und weit verbreitet ist. Damit tun Sie oft weder sich noch dem anderen etwas Gutes! Der neue Teilnehmer wird sich automatisch unwohl fühlen, weil er plötzlich auf dem Präsentierteller sitzt. Und Sie lenken die Aufmerksamkeit weg von sich und Ihrem Thema. Um die Fäden in der Hand zu behalten, bietet es sich an, einfach weiter zu reden, dem Nachzügler freundlich zuzunicken und sich möglichst nicht aus dem Konzept bringen zu lassen.
  • Wählen Sie abhängig von der Kursphase, in der der Neuzugang erscheint, den Moment aus, in dem Sie ihr oder ihm die Gelegenheit geben, die Gruppenmitglieder kennen zu lernen und sich vorzustellen. Das kann am Ende eines Abschnitts sein oder auch vor oder nach einer Pause. Positiver Nebeneffekt: Sie geben der „Störung“ keinen Raum, sie behalten den Ablauf Ihres Kurses in der Hand.
  • Manchmal bietet sich aber trotzdem eine kurze Pause an. Zum Beispiel dann, wenn Sie eine kleine, recht persönliche Weiterbildung haben oder wenn die verspätete Person ein für Sie wichtiges Kursmitglied ist, den Sie unbedingt ins Boot holen möchten. Umreißen Sie dann kurz in zwei bis drei Sätzen, wo Sie stehen geblieben sind, bevor Sie mit dem Thema weitermachen.

 

Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Teilnehmenden genau schauen werden, wie Sie reagieren und wie Ihre grundsätzliche Haltung zum Thema Miteinander und Störungen aussieht, ist eine klare Haltung von Ihrer Seite aus wichtig. Es ist hilfreich, sich schon vor Beginn der Weiterbildung zu überlegen, wie Sie mit einer solchen Situation umgehen wollen.


Referenzen

Geißler, K. (2016). Anfangssituationen. Was man tun und besser lassen sollte. Weinheim: Beltz.

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